
Hören Sie auf, gegen Ihren Glasofen zu kämpfen!
Wenn Sie schon einmal eine Charge Glas aus dem Ofen geholt haben und festgestellt haben, dass einige Stücke perfekt sind, während andere unter inneren Spannungen leiden, wissen Sie, wie frustrierend das ist. Sie haben alles richtig gemacht – doch die Ergebnisse sind einfach nicht konstant.
In der Regel liegt das Problem nicht an Ihrem Verfahren. Es handelt sich dabei um eine Ungleichmäßigkeit in der Wärmestrahlung der Infrarotröhren. Wenn eine Röhre 1200 Watt abgibt, während die nächstgelegene Röhre nur 1100 Watt abgibt, entsteht eine „Kältezone“. Das klingt nach einer kleinen Differenz – doch bei der Glasherhitzung ist das der Unterschied zwischen einem guten Ergebnis und einem Stück, das später brechen könnte.
Die richtige Temperatur einstellen
Wir haben herausgefunden, wie man diese Instabilität vermeidet – indem man die Herstellung der Wolframfäden sowie der Quarzkapseln genauer kontrolliert. Anstatt einfach „nahe genug“ zu sein, halten wir die Leistungsabweichungen bei ±5%. Wenn man mehrere solcher Röhren verwendet, verteilt sich die Wärme gleichmäßig im gesamten Ofen. So wird vermieden, dass eine Seite überhitzt wird, während die andere Seite unterbelastet bleibt.
Ein paar Hinweise zur Einrichtung
Wir verwenden Quarzglas, weil es das Infrarotlicht ungehindert durchlässt. Zudem haben wir die Geometrie der Fäden so angepasst, dass die Wärme nicht nur in der Mitte der Röhre angesammelt wird. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Helligkeit von Anfang bis Ende der Röhre.
Aber Achtung: Es gibt einen Kompromiss. Wenn man die Wärmestärke erhöhen will, um die Prozesszeiten zu verkürzen, belastet man die Steckdosen und Kabel stark. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kühlventilatoren und Lüftungsanlagen die Last bewältigen können. Man möchte schließlich nicht feststellen müssen, dass die Verbindungen schmelzen.
Hören Sie auf, ständig an den Einstellungen herumzuspielen
Mit herkömmlichen Röhren muss man jedes Mal wieder an den Einstellungen herumschrauben, wenn eine Röhre kaputt geht. Man verbringt die halbe Schicht damit, die Temperatur anzupassen, nur um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Durch den Einsatz von Röhren mit konstanter Leistungsausbeute endet dieses Problem. Man braucht nur eine Ersatzröhre einzusetzen – sie passt perfekt in das System. Dadurch wird der gesamte Prozess vorhersehbar. Man kann sicher sein, dass das Glas, das am Abend hergestellt wird, genauso aussieht wie das Glas, das am Morgen hergestellt wurde.